Besuche im heiligen Wochenbett

So wirst du Willkommen statt zur Belastung

Warum das Wochenbett eine besonders sensible Zeit ist

Dieser Artikel soll dich als potenziellen Besucher oder Besucherin im Wochenbett lehren, wie du dich beliebt machst, weil du Verständnis, gute Mitbringsel und gute Wochenbett-Manieren an den Tag legst.

Die Zeit nach der Geburt ist ganz besonders vulnerabel. Eine frisch gebackene Familie, die erst mal mit diesem Haufen an Veränderung klarkommen muss. Außer dem einander Kennenlernen und wirklich zu glauben, dass das Baby jetzt tatsächlich da ist – also physisch greifbar – steht ganz oben auf der Wichtigkeitsliste der neuen Familie: Ausruhen.

Auf welchem Wege auch immer das Baby geboren wurde, das war anstrengend. Sowohl körperlich als auch mental. Das Wochenbett darf von der auf Social Media romantisierten Idealvorstellung des „im stylischen, aufgeräumten Zuhause mit Top-Frisur easy peasy Stillens“ abweichen. Und zwar mehr als nur ein bisschen.

Jedes Wochenbett ist anders. Es darf leicht sein. Wenn es sich so anfühlt: Jackpot. Wenn nicht: So geht es vielen. Hormonell geht im Körper der Frau schon wieder ganz schön was ab – nämlich werden krasse Hormonschwankungen innerhalb von wenigen Tagen durchgemacht. Wochenfluss soll fließen und so dürfen es auch die Tränen.

Schlafmangel, Stillen, Bedürfnisse des Babys erkennen und befriedigen lernen, sehr viel mehr Zeit mit dem Partner als gewöhnlich zu verbringen, um nur ein paar der neuen Herausforderungen der neuen Eltern aufzuzählen, fordern von diesen deren ganze Energie.

Wie du Eltern im Wochenbett wirklich unterstützen kannst

Wie kannst du als nahestehende Person, Opa oder Nachbarin eine Hilfe sein?

  • Vorab die Wünsche der Eltern erfragen

  • Fertig gekochtes Essen vor die Tür stellen

  • Anbieten, außerhäusige Aktivitäten wie Einkauf oder Hundespaziergänge zu übernehmen

  • Besuchszeiten (ist der Besuch auch wirklich erwünscht?) kurz halten und bei Besuch kein klassischer Gast sein, der sich mit Kaffee und Kuchen bedienen lässt

    • empathisch in der Situation sein: Bedürfnisse der Mutter achten – wie geht es IHR?

  • Frag nicht danach, ob du das Baby halten darfst; wenn die Eltern das gerne möchten, werden sie es dir anbieten

  • Hygiene: Hände waschen, Baby nicht küssen, nicht krank erscheinen

  • Geschwisterkinder zu einem Ausflug abholen (selbstverständlich nach Absprache)

Sinnvolle Geschenkideen fürs Wochenbett – mit Fokus auf die Mutter

Du möchtest gerne ein Geschenk (außer Essen) mitbringen? Kauf nicht irgendein random Plastikspielzeug fürs Baby, das die Eltern ihm vielleicht gar nicht geben möchten. In meinen Augen gehört vor allem die Mutter beschenkt, denn die hat das Kind geboren – und das ist einfach nur unglaublich!

Du kennst sie bestimmt besser als ich, persönliche Geschenke sind immer die besten. Und natürlich kannst du auch einfach fragen, was sie sich wünscht. Trotzdem kommen hier ein paar Vorschläge meinerseits:

  • klassisch: Blumenstrauß

  • Wärmflasche mit schönem Bezug (aus Naturmaterialien)

  • Wochenbettmassage-Gutschein

  • ein schönes Buch oder noch besser: Hörbuch

  • Gutscheine: Drogerie, Lieblings-Onlineshop

  • professionelles Fotoshooting

  • bequemes, farbiges Kleidungsstück zum Wohlfühlen

  • Geburtsblume in Form von Schmuck oder gepressten und gerahmten Bildern

  • Snacks – Nervennahrung

  • Thermobecher mit Trinkhalm

Besondere Geschenke im Wochenbett – nur mit Rücksprache der Mama

Auf jeden Fall nur mit Rücksprache der Mama oder wenn du sie sehr gut kennst:

  • Yonisteaming-Hocker + Kräuter fürs Yonisteaming

  • Gutschein für eine Schließungszeremonie

  • Belly-Binding-Tuch + Anleitung + evtl. Beratung

Noch immer keinen Plan, was du schenken willst? Worüber würdest du dich denn freuen?

 

Das Wochenbett darf getragen sein.
Wenn du dir mehr Wissen, Entlastung oder liebevolle Begleitung wünschst, findest du auf hier meine Angebote rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

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